Radarinterferometrie zur Erfassung von Bodenbewegungen

Vortragende

Prof. Uwe Sörgel ist Juniorprofessor für Radarfernerkundung am Institut für Photogrammetrie und Geoinformation der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsinteressen liegen in der Analyse hoch aufgelöster SAR-Daten zur Objekt- und Mustererkennung, SAR-Interferometrie und Fusion unterschiedlicher bildhafter Sensordaten.

Dr. Michael Eineder ist Abteilungsleiter der Organisationseinheit SAR-Signalverarbeitung (MF-SV) am Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Oberpfaffenhofen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Algorithmen für die digitale Signalverarbeitung für SAR und SAR-Interferometrie.

Dr. Tazio Strozzi ist Physiker und Mitarbeiter der Schweizer Firma GAMMA Remote Sensing AG, einem Dienstleister und Softwareanbieter im Bereich der Radarfernerkundung. Seine Hauptarbeitsfelder sind SAR-Interferometrie und PSI zur Bestimmmung von Bodenbewegungen (Subsidenz, Hangrutschungen, Glet- scherfließen) sowie Feldexperimente mit terrestrischen Radarinterferometern und Scatterometern.

Mitarbeiter der Abteilung Markscheidewesen und Geoinformation am Institut für Geotechnik und Markscheidewesen (IGMC) der TU Clausthal bearbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. W. Busch zurzeit mehrere Forschungsvorhaben zur Anwendung der Radarinterferometrie. Hauptziel ist die Nutzbarmachung der Radarinterferometrie als Monitoringverfahren, die Detektion und Korrektur der Fehlereinflüsse und die Ableitung von Genauigkeitsmaßen, teilweise unter Einsatz von am IGMC entwickelten und gebauten Radarreflektoren. Gegenstand aktueller Projekte sind die Erfassung von Bodenbewegungen in der Umgebung von Braunkohlentagebauen und infolge aktiven sowie stillgelegten untertägigen Steinkohlenabbaus, die Erfassung von Höhenänderungen über einer Erdöllagerstätte, einem Erdgasspeicher und durch Tiefbaumaßnahmen im Rahmen des Vortriebs großkalibriger Abwasserkanäle. Eine besondere Herausforderung stellt der Einsatz der Radarinterferometrie zum Bodenbewegungsmonitoring einer russischen Großstadt als Bestandteil des aktiven Katastrophenmanagements dar.