Werkstattgespräche dienen der öffentlichen Diskussion über ausgewählte Spezialthemen aus Arbeitskreisen, Forschungsprojekten und Vereinen. Die Werkstattgespräche bieten ein Forum für die Auseinandersetzung mit aktuellen und zukunftsorientierten Themen in Kleingruppen. Sie werden durch ein oder zwei Impulsreferate eingeleitet, von einem Moderator geleitet und das Ergebnis in Statements zusammengefasst.
Die Teilnehmerzahl in den verschiedenen Werkstattgesprächen ist begrenzt. Eine Anmeldung ist zusammen mit der Anmeldung zur Tagung erforderlich.
Auf Grundlage der derzeit gültigen gesetzlichen Regelungen einschließlich der Festlegung zur Anfertigung der Betriebschronik existieren verschiedene Arten zur Dokumentation wesentlicher Informationen bei der Einstellung von Bergbaubetrieben.
Der vorliegende Entwurf der „Empfehlung für die Betriebschronik, Teil 1 - Inhalte“ orientiert sich an dem heutigen bzw. zukünftigen Bedürfnis einer umfassenden Dokumentation bergbaulicher Tätigkeit und enthält eine entsprechende Zusammenstellung
der für die Betriebschronik relevanten Betriebs-, Umwelt- und Geoinformationen. Auf dieser Grundlage wird der für die Betriebschronik erforderliche Dokumentations- und Archivierungsumfang sowohl für die Bergbehörde als auch den Unternehmer definiert und optimiert.
Die Bergbauunternehmen erhalten so die Möglichkeit, die Betriebschronik an Hand des Inhaltskataloges der Empfehlung bereits betriebsbegleitend zu erstellen, um sie bei Einstellung des Betriebes mit nur noch geringem Aufwand zu vervollständigen.
Die Empfehlung richtet sich inhaltlich auch an Gewinnungsbetriebe, die nicht der Bergaufsicht unterliegen.
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Renewable energy is seen as the future source for the world’s growing demand, with geothermal offering a constant and independent supply. Over the past 100 years, the oil and gas sector has developed high-level technologies for the exploitation of hydrocarbon reservoirs. This expertise should be directly transferrable to geothermal exploitation. However, contrarily to hydrocarbon developments, typical geothermal activities only become economic after 40 years of operation. This implies a long period of debt service before costs can be recovered from the energy sale (heat, electricity or a combination of both). Thus, the technology transfer between the oil and gas sector and the geothermal sector has not been as efficient as initially expected. The challenges presented by HDR projects around the world are discussed, with a special focus on those aspects of HDR geothermal exploitation that overalap with the oil and gas expertise. In particular, geothermal and hydrocarbon exploitation are compared in terms of drilling and completions practises, the characterisation of fluid flow through porous media and in wellbores and reservoir fracturing issues. The comparison shows how oil and gas expertise fully complements geothermal exploitation and identifies technical areas where future research efforts should be addressed to enhance the technology transfer between these energy sectors.
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Die stetig steigende geologische Komplexität unserer Lagestätten, die anspruchsvollen Erwartungen der Kunden an den gelieferten Rohstoff sowie die innerbetrieblichen Anstrengungen zur kontinuierlichen Prozessverbesserung stellen hohe Ansprüche an die Erkundung, Modellierung, Planung und Gewinnung von Lagerstätten. Das grundlegende Arbeitsmittel in der Bergbauplanung ist das Lagerstättenmodell. Seit mehreren Jahrzehnten sind die gleichen Konzepte zur Modellierung und Bewertung von Lagerstätten, basierend auf einem einzelnen in der Regel interpoliertem Lagerstättenmodell, in Anwendung. Aspekte der Variabilität und der Vorhersagegenauigkeit können damit nur sehr beschränkt abgebildet und zur Bewertung hinzugezogen werden. Jedoch gerade diese beiden Aspekte gewinnen unter den oben angeführten Entwicklungstendenzen immer mehr an Bedeutung. Hieraus leiten sich zwangsläufig die Fragen ab:
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In dem ersten Impulsreferat "Alte Bergwerke - doch nicht nutzlos." (W. Lampe) wird auf die heute üblichen Stilllegungsmaßnahmen in Abhängigkeit der Art der Lagerstätte, der Gewinnungsmethoden und der geologischen Bedingungen eingegangen. Stillgelegte Bergwerke werden heute überwiegend als Last angesehen; ihr eventueller Nutzen ist aber noch gar nicht angedacht. Es wird erläutert, unter welchen Bedingungen unterirdische Hohlräume genutzt werden können.
Ein zweiter Impulsvortrag findet zum Thema "Energiekreislauf in der Verbindung von alter Technik mit neuen Ideen" (A. Schicketanz) statt.
Im Kontext der Erstellung eines Deutschen Speicherkatasters durch die staatlichen geologischen Dienste in Deutschland – insbesondere mit Blick auf die erheblichen Speicherbedürfnisse für eine geologische CO2-Speicherung – wurde allen Beteiligten sehr deutlich, dass hier zukünftig eine Abwägung konkurrierender Nutzungsansprüche zwischen beispielsweise CO2-Speicherung, tiefe Geothermie, Erdgasspeicherung, Bergbau auf Erdöl und Erdgas, usw. notwendig ist. Diesem Aspekt wurde auch bereits im Referentenentwurf für ein Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid (CO2ATSG) Rechnung getragen.
In einem Werkstattgespräch sollen die Nutzungsansprüche dargestellt und Lösungsansätze diskutiert werden.
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Komplexe Vorhaben mit Eingriffen in die Geologie, wie z.B. Endlagerung radioaktiver Abfälle, CO2 Speicherung oder Geothermie, stoßen bei der Bevölkerung einer (potenziellen) Standortregion oftmals auf Fragen und Zweifel an der Zulässigkeit des Vorhabens. Häufig ist auch mit massivem Widerstand gegen ein Projekt zu rechnen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung in einem Erörterungstermin im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung finden in der Regel in einem fortgeschrittenen Planungsstadium statt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Positionen oftmals bereits verhärtet. Ein offener Dialog mit der Bevölkerung, der ängste und Befürchtungen aber auch Anregungen aufgreift, ist dann nicht mehr möglich. Eine Vielzahl von Einwendungen und die Ausschöpfung von Klagemöglichkeiten führen dann zu erheblichen Verzögerungen oder ggf. sogar zum Scheitern des Projekts. Im Workshop sollen Erfahrungen und Möglichkeiten erörtert werden, wie die Bevölkerung frühzeitig in ein Planungsverfahren einbezogen werden kann. Dabei wird z.B. den Fragen nachgegangen: Wer ist „die“ Öffentlichkeit? Welche Rolle haben Antragsteller und Genehmigungsbehörde in einem Beteiligungsprozess? Welche Ziele sind möglich und was passiert mit den Ergebnissen eines Beteiligungsprozesses? Der Impulsvortrag führt auf Basis einer umfangreichen Auswertung von Fallstudien, aus verschiedenen technischen Bereichen, wissenschaftlichen Erkenntnissen verschiedener Forschungsdisziplinen sowie praktischen Erfahrungen aus der Begleitung von Beteiligungsverfahren in das Thema ein.
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Die wirtschaftliche Nutzung der europäischen Steinkohlenvorräte ergibt sich aus der Notwendigkeit, die Energie- und Rohstoffabhängigkeit zu reduzieren.
Mit dieser Frage haben sich in den letzten Jahren nicht nur politische Gremien der EU befaßt. Es wurden auch Vorschläge unterbreitet, welche Voraussetzungen und Bedingungen hierfür notwendig erscheinen. Es geht dabei nicht um einen „Sockelbergbau“ in einzelnen Ländern der Europäischen Union nach Ende der jetzigen Subventionierung, sondern darum, schon jetzt Möglichkeiten zu finden, um vorhandene Vorräte wirtschaftlich zu gewinnen und zu verwerten.
Zu verweisen ist auf erfolgreiche Entwicklungen in der Tschechischen Republik, welche dem allgemeinen Trend in der Europäischen Union schon vorausgegangen sind.
Im Rahmen des Werkstattgespräches sollen Vorschläge hierfür besprochen werden. Außerdem sind die weiteren Aspekte in Betracht zu ziehen, die mit der wirtschaftlichen Gewinnung und Verwertung von Steinkohle einhergehen sollten, zum Beispiel: in situ-Vergasung, CH4-Gewinnung.
Ein weiterer Aspekt ist die „Konservierung“ von Bergwerken zwischen Stilllegung und späterer Fortführung, welche auf einen Vorschlag von Herrn Abteilungsdirektor a.D. Kunert zurückgeht, um den Aufwand bei Neubeginn der bergmännischen Arbeiten gering zu halten. Hierbei sind die Wasserhaltungsmaßnahmen, denen keine Produktionskosten gegenüberstehen, zu bedenken.
Einen ganz wichtigen Aspekt für eine wirtschaftliche Fortführung des Steinkohlenbergbaus in der EU ist in der Tatsache zu sehen, daß erfolgreiche Exporte von Maschinen sowohl die Entwicklung als auch in situ-Erprobung im heimischen Bereich voraussetzten, weil sonst nicht nur die Exporteinnahmen schwinden, sondern auch in erheblichen Maße Arbeitsplätze, auch in der Zulieferindustrie, verloren gehen und das Know-How für weitere, spätere Entwicklungen fehlt.
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Mit dem Impulsvortrag soll eine Überblickseinschätzung zum Entwicklungsstand und den Ansatzpunkten für weitere Entwicklungen sowohl in der flachen als auch in der tiefen Geothermie gegeben werden. Dieser Überblick soll als Anregung für Diskussionen geben und eine Einordnung der Vorträge erlauben. Insbesondere wird dargestellt, dass die oberflächennahe Erdwärmenutzung insbesondere über Erdwärmesonden mittlerweile den Stand der Technik darstellt. Ungeachtet dessen werden bei der Umsetzung eine Reihe von Teilaspekten häufig unterschätzt bzw. gänzlich vernachlässigt. Dies betrifft insbesondere die ganzheitliche Betrachtung und (Kosten-) Optimierung von Heiz- und Kühlbedarf und der Gebäudeplanung sowie die standortspezifische Auslegung von Geothermieanlagen. Anhand vereinfachter Abschätzungen wird zudem das mögliche Potenzial von Direktverdampfersonden versucht realistisch einzugrenzen. Für den Bereich der tiefen Geothermie wird zunächst ein Überblick über die unterschiedlichen Systeme und die entsprechenden geothermischen Potenziale gegeben. Im Anschluss daran erfolgt eine Bewertung zum Entwicklungsstand der einzelnen Technologien. Die Betrachtungen schließen ab mit Einschätzungen zur Wirtschaftlichkeit der unterschiedlichen Systeme.
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Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus eine neue Standortbestimmung vorzunehmen und die zukünftige Entwicklung des Markscheidervereins vorzuschattieren und zu gestalten, ist vom Vorstand des Markscheidervereins eine Vision und Strategieentwicklung eingeleitet worden.
Quo vadis, DMV
Die tragende Vision „Wir stellen die Interessenvertretung des Markscheidewesens dar“, wurde durch eine Stärken- und Schwächenanalyse sowie durch eine Chancen- und Risikenauswertung fundiert durch drei Ziele gestützt:
Zu jedem Ziel wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Maßnahmen erarbeiten sollen um diese Ziele zu verwirklichen. Hier steht das Ziel 3 im Vordergrund, um Maßnahmen wie,
zielgerichtet einsetzen zu können, stellte sich in unserer Arbeitsgruppe die Frage nach den Rahmenbedingungen. Vor allem die zukünftige Ausrichtung des Arbeitsfeldes, der sogenannte Arbeitsmarkt für den Markscheider, ist eine Fragestellung, die nicht alleine durch eine Selbsteinschätzung des Markscheidervereins erfolgen kann. Heute schon ist der Arbeitsmarkt so gegliedert, dass nur noch 52% der Fachkollegen im Bergbau und der Bergbehörde arbeiten. Mit dem Rückgang des Steinkohlebergbaus wird man in naher Zukunft sehr schnell unter der 50% Marke liegen. Damit wird man mehr und mehr das klassische Arbeitsfeld verlassen. Aber auch heute schon arbeiten 48% der Kollegen in der Geoinformation, Vermessung, Geotechnik, Liegenschaften, der Wasserwirtschaft und in Ingenieurbüros. Uns interessiert vor allen Dingen ihre Meinung zu den zukünftigen Anforderungen an unser Berufsbild, damit wir auch weiterhin für den Arbeitsmarkt gegenüber den klassischen Disziplinen wie Geologie, Geodäsie und Informatik einen Mehrwert bieten können.
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