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Radarinterferometrie zur Erfassung von Bodenbewegungen

Das neue Messverfahren für die Energie- und Rohstoffindustrie

Radar DInSAR

Die satellitengestützte Radarinterferometrie konnte in den letzten Jahren aus rein wissenschaftlichen Anwendungen zu einem zuverlässigen Verfahren entwickelt werden, mit dem Deformationen der Erdoberfläche im Zentimeter- und Millimeterbereich gemessen werden können. Die Qualität und Zuverlässigkeit der Daten und Auswertemethoden wurde verbessert und erweitert, so dass die Verfahren z.B. auch in der Rohstoffindustrie erfolgreich eingesetzt werden konnten. Nicht zuletzt durch die neuen hochauflösenden Sensoren, wie z.B. TerraSAR-X mit einer Bodenauflösung von unter 3 m und einer zeitlichen Wiederkehrrate von 11 Tagen, wird die Radarinterferometrie für das Bodenbewegungsmonitoring interessant.

Der Workshop richtet sich vornehmlich an Entscheidungsträger und potentielle Anwender in der Industrie und in Behörden. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es werden die Grundlagen der Radarfernerkundung und der radarinterferometrischen Auswertemethoden erläutert. Möglichkeiten und Grenzen der Radarinterferometrie zur Erfassung von Bodenbewegungen werden grundlegend und anhand von praktischen Beispielen dargestellt. Eingegangen wird im Speziellen auf die Mehrdeutigkeit der Messgröße, auf Fehlereinflüsse und die Möglichkeiten ihrer Kompensation.

Die Besonderheiten unterschiedlicher Sensoren und Wellenlängen hinsichtlich der Erfassung und Analyse großflächiger bzw. kleinräumiger sowie schneller bzw. langsamer Bodenbewegungen werden erörtert. Darüber hinaus werden der Einsatz von Radarreflektoren, erweiterte Auswerteverfahren, wie z.B. die Berücksichtigung von Bewegungsmodellen und die Validierung (mit Nivellements) erläutert.

Die Weiterverarbeitung der Ergebnisse radarinterferometrischer Messungen wird anhand der Verknüpfung von Ergebnissen der differentiellen Synthetic Aperture Radar Interferometry (dInSAR) und Persistent Scatterer Interferometry (PSI) sowie beim Einsatz speziell entwickelter, GIS-gestützter Analysewerkzeuge gezeigt.

Für den letzten Programmpunkt der Veranstaltung ermuntern wir alle Teilnehmer, in einer kurzen Beschreibung, die der Anmeldung beigefügt oder nachgesendet werden sollte, eine mögliche Anwendung für die Planung einer radarinterferometrischen Bodenbewegungsmessung vorzuschlagen.

Kontakt

Dr. Steffen Knospe
Telefon: +49 5323 72-2794
E-Mail: steffen.knospe@tu-clausthal.de